Veranstaltung "Wertstoffkreisläufe schließen"

24./25. September 2012 in Bonn.

Informationszentrum für Umwelt, Abfall und Recycling...


Großer Erfolg:

Exkursion und Tagung, 24./25. September 2012


Herausforderungen für Nutzer, Vertreiber und Verwerter von Verpackungen

Rohstoffe sind endlich – das wissen wir alle. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung, das sind die großen Forderungen an eine moderne Wirtschaft, an Unternehmen und natürlich an jeden Einzelnen. Wichtig ist die Rückbesinnung auf den Kreislaufgedanken, der am Anfang der getrennten Wertstofferfassung im Mittelpunkt stand und ein wenig aus den Köpfen verschwunden ist. Verpackungen müssen lizenziert werden, das ist geltendes Recht, um so in den Wertstoffkreislauf zu gelangen. Eine sorgfältige Erfassung, Sortierung und Verwertung, finanziert durch die Lizenzentgelte, sind Voraussetzungen für ein hochwertiges Recycling – nur so wird aus Abfall Rohstoff.

Dies war Thema der ELS Veranstaltung „Wertstoffkreisläufe schließen“, die mit großem Erfolg im September 2012 stattfand. Bei der Exkursion „Recycling live erleben“ am 24. September wurde den Teilnehmern demonstriert, was aus Verpackungen wird, wenn sie in sinnvolle Kreisläufe gelangen. Die Gäste besichtigten zunächst die TITECH Tomra Sorting Solution in Mühlheim-Kärlich. Das Unternehmen bietet Hightech-Technologie für die Sortierung von Wertstoffen und vollzieht damit einen wichtigen Schritt in der Recyclingkette: die Bereitstellung von Reinfraktionen für das Material- und Energierecycling. Anschließend wurde das Weißblechwerk ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach besucht, wo jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Verpackungsstahl für 400 Kunden aus 80 Ländern hergestellt werden.

Die Tagung am 25. September im Bonner Landesmuseum beschäftigte sich mit den gesetzlichen Vorgaben der Verpackungslizenzierung, Herausforderungen einer rechtssicheren Erfüllung der Verpackungsverordnung und abschließend mit der heutigen Recyclingpraxis. Hochkarätige Redner gaben den Teilnehmern in drei Themenblöcken einen fundierten Überblick über die aktuellen Themen.

Der erste Block beschäftigte sich mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und der Rechtssicherheit bei der Umsetzung der Verpackungsverordnung. ELS Geschäftsführer Sascha Schuh forderte verlässliche und stabile Rahmenbedingungen für Unternehmen. Dr. Dirk Grünhoff vom rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Umweltministerium zeigte auf, welche gesetzlichen Verpflichtungen für Inverkehrbringer bestehen, welche behördlichen Kontrollen im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz stattfanden und wie sich Verpackungsverordnung und Wertstoffgesetz entwickeln werden. Kurt Schüler, Geschäftsführender Gesellschafter der GVM, erläuterte das Thema Branchenquoten anhand des Konzepts der GVM-Studie, ihrer Ergebnisse, der Anwendung und zeigte die Marktentwicklung auf. Die GVM-Branchenquoten stellen einen Standard dar, auf deren Basis Verkaufsverpackungen in Branchenlösungen weitgehend rechtssicher eingebracht werden können. Einen Überblick über das deutsche Einwegpfandsystem und einen internationalen Ausblick gab Wolfgang Ringel, Vice-President Tomra. Laut EU werden 2050 ca. 2,5 Welten benötigt, um den Ressourcenbedarf der Menschheit zu decken. Separate Erfassung und die hochwertige Verwertung von Wertstoffen werden daher unverzichtbar, davon ist Ringel überzeugt.

Im zweiten Themenkreis beschrieb Hermann Koller von der ISWA in Wien aus internationaler Sicht aktuelle Trends von Waste Management und Green Economy. Eva Leonhardt von der Stiftung Initiative Mehrweg begann ihren Vortrag mit der Überzeugung, dass Ressourcenschonung vor dem Recycling beginnt: mit Mehrweg. Sie zeigte auf, dass die Abfallhierarchie zunehmend komplexer wird und postulierte Ehrlichkeit und Transparenz bei der Bewertung von Recycling und Ressourcenschonung. Bei der Ressourcenschonung gehe es um wirksame Maßnahmen statt abstrakter Ziele mit unklaren Konsequenzen. Den Verpackungsmarkt aus Sicht des Inverkehrbringers verdeutlichte Erich Horlacher von der HOBA Food Manufaktur.

Der dritte Themenblock schloss den Kreis, indem Experten die Recyclingpraxis verschiedener Verpackungsmaterialien darlegten. Andreas Knein vom DWR stellte das Weißbleichrecycling vor, Dr. Thomas Probst gab einen Überblick über das Kunststoffrecycling, das Glasrecycling veranschaulichte Dr. Johann Overath und abschließend erläuterte Ton Emans die europäische Zukunft des Kunststoffrecyclings.

Alle Informationen/Programm hier als PDF Download:
ELS_Flyer_web.pdf

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